Oppositionsparteien in Minderheitsregierungen sind für Regierungsstabilität mitverantwortlich ohne jedoch ihre Rechenschaftspflicht gegenüber dem Elektorat vernachlässigen zu können. Ein Dilemma das, wie diese Arbeit zeigt, jedoch viele elektorale wie auch Policy-Vorteile für Oppositionsparteien bedeutet. Die Analyse des Oppositionsverhalten im schwedischen Riksdag (1991–2018) beleuchtet die Rationalität von Minderheitsregierungen aus Oppositionsperspektive: politischen Einfluss erhalten ohne das eigene Parteiprofil zu gefährden. Die Autorin forscht zu oppositionellem Verhalten in schwedischen Minderheitsregierungen mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Methoden.